Glossar: Barrierefrei

Eines der Modeworte der vergangenen Jahre des Webdesigns ist „Barrierefrei“ bzw. „Barrierefreiheit“ – ein Zustand, der dank der Komplexität der Anforderungen und der möglichen Barrieren der Webnutzer kaum wirklich erreicht werden kann. Realistischer ist es, von „Barrierearmut“ oder „Zugänglichkeit“ zu sprechen, um damit jedoch nicht weniger Anspruch und Sorgfalt walten zu lassen.

Barrierefreiheit versteht sich als Prinzip der aufmerksamen Gestaltung und Programmierung von Websites und Webshops in Hinblick auf mögliche Probleme, Hürden und Versehrtheiten von Internetnutzern. Neben typischen körperlichen Barrieren wie Blindheit und Taubheit (die u.a. Audiodatenumwandlung und sogenannte Screenreader vonnöten macht) sowie Farbenblindheit oder Sehschwäche, gibt es auch technische Beschränkungen, beispielsweise durch Nutzung veralteter und rückschrittlicher Browser (z.B. Internet Explorer 6) oder von Browsern auf PDAs, Smartphones und Handys, aber auch Webcrawlern. Für den Einbezug dieser Barrieren ist es immens wichtig, soliden, barrierearmen und validen Code zu schreiben und gleichzeitig das Design so zu entwickeln, dass es auch für die voranbeschriebenen Gruppen interpretierbar ist.