SUPA 2013

Filed under: Grafikdesign — Eno Thiemann @ 22:41

Bereits zum zehnten Male findet 2013 die Stralsunder Unternehmens-, Praktikanten- und Absolventenbörse von und in der Fachhochschule Stralsund statt. Mittlerweile haben sich ganze 140 Aussteller angemeldet, um sich Stundenten, Abiturienten, Absolventen und allen sonstigen Interessierten mit ihren Arbeiten, Firmenprofilen und Möglichkeiten vorzustellen. Den Veranstaltern, unter anderem der Studentische Unternehmensberatung e.V. (SUS e.V.), liegt besonders am Herzen, regionale Unternehmen bekannter zu machen und nachhaltig die Wirtschaft und Ausbildung, aber auch den Kontakt zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken und auszubauen. Mit dieser Masse an Ausstellern musste die SUPA nun ein wenig erweitert werden und darf sich nun zu Recht die “größte regionale Firmenkontaktmesse Mecklenburg-Vorpommerns” nennen.

Bereits Ende des vergangenen Jahres begannen wir zaghaft, Ideen für die Gestaltung eines grundlegenden Corporate Designs, insbesondere eines ersten echten Logos, zweier Plakate und einer Broschüre, in der die Förderunternehmen der SUPA vorgestellt werden, zu entwickeln. Der Wunsch der Veranstalter war es, dass die Zugehörigkeit zur Fachhochschule Stralsund erkennbar bleiben solle, während trotzdem die SUPA als eigenständige Veranstaltung zu erkennen sein soll, die mit ihrem mittlerweile zehnten Stattfinden auch ihren eigenen Platz im Wirtschaftsleben in Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet hat.

Typisch für Stralsund und die Ostseeküste, nahmen wir ein recht maritimes Blau zur Hilfe, um das Rot in Kontrast zu setzen, gleichzeitig jedoch unmissverständlich auch einen Bezug zu Stralsund herzustellen. Das Rot sollte jedoch dominierend bleiben, wenn es auch bewusst nicht das originäre Rot der Fachhochschule sein sollte. Das Logo stellt einen stark vereinfacht dargestellten Kompass dar, wiederum mit regionalem, aber auch inhaltlichem Bezug: Die Besucher der SUPA wollen sich über Möglichkeiten von Ausbildung, Praktikum und Arbeitswelt verschaffen, also eine Richtung für ihr weiteres Ausbildungs- oder Berufsleben finden. In der Logogestaltung hatten wir verschiedene Ansätze, bei denen sich der Kompass als tragendes Element neben der sehr eigenwilligen Typographie durchsetzte.

Eigentlich war nur ein Plakat geplant. Durch eine witzige Idee aus der Verknüpfung von Bild und Text ergab sich aber schließlich, dass neben einem eher seriösen, ernsten Plakat auch eines gehängt werden sollte, das mit Witz neugierig machen sollte und schließlich auch überall in der Stadt vorzufinden war. In der Broschüre verwendeten wir schließlich, neben dem Kompass und den festgelegten Unternehmensfarben, eher technische Elemente, um die Vorstellungen der Veranstalter, Förderunternehmen und Existenzgründer zu begleiten und angenehm lesbar zu machen.

Insgesamt gestalterisch, aber auch vor allem in der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Stralsund sehr angenehmes Projekt, und ich freue mich, wenn wir der SUPA zu einem konsistentem, ernstzunehmendem Außenauftritt haben verhelfen können.

Dokumentation: Me and my dreams

Filed under: Notizen — Schlagwörter: , , , , , — Eno Thiemann @ 00:40

Kunst und Kultur

Als Stefanie, seit Januar 2013 Medienpädagogin im STiC-er Theater Stralsund, mich kontaktierte und wir uns dann zu einem ersten Kaffee trafen, um ihr Medienprojekt zu besprechen, war ich zugegebenermaßen begeistert. Das Projekt “Me and my dreams” stellt junge Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern in den Vordergrund, die ihre Wünsche und Träume, was sie aus ihrem Leben machen möchten, präsentieren und daraus letztlich einen Kurzfilm drehen. Meine Hilfe würde für die Gestaltung eines einfachen Logos und dem Design und der Umsetzung einer Website, die das Projekt begleitet und kommentiert, gebraucht. Und trotz äußerst engem Zeitplan wollte ich dieses Projekt gern begleiten.

Der erste Schritt: Logofindung

Aussschnitt aus Webseite Me and my dreams

Entwürfe fürs Logo

Gefragt war ein eher schlichtes, lediglich auf Typografie basierendes Logo. Auf welche Art und Weise lässt sich ein Traum, nur über Schrift, als Vision für die eigene Zukunft, in positiver Hinsicht, vereinfacht darstellen?

So richtig anfreunden mit der Idee von einem gänzlich ohne Bildmarke auskommenden Logo konnte ich mich nicht. Schließlich denkt unsere Welt doch zu sehr in Bildern und Symbolen. Ich hatte ziemlich schnell die Wolke als intuitive Assoziation im Kopf – und blieb letztlich dabei. Die Wolke ist einfach, nicht greifbar wie die meisten Träume, luftig und weich – so ungefähr fühlte ich mich auch, als ich die Schule verließ, um zu sehen, was ich mit meinem Leben anfangen würde.

Finales Logodesign Me and my dreams

Finales Logo

Typografisch hatte ich einen sehr weichen, runden, geometrischen Font im Kopf. Dieser war mir dann schließlich doch zu stimmig, zu homogen im Zusammenspiel mit der so freundlichen Bildmarke. So entschied ich mich nun für eine sehr einfache, eher kantige, kontrastierende Typografie. Das Ich, “Me”, ist dabei bewusst in den Vordergrund geholt und nicht nur gestalterische Krücke, weil es sich so gut aufteilen lässt – hier liegt die Gewichtung auf dem Individuum, das die Träume hegt – oder eben nicht, das muss das Projekt ergründen.

Kontraste: Leben und Arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Dieser bereits aufgetane Zweiklang aus bewusst stilisiertem, idealistischem Symbol der Wolke und der vergleichsweise harten, präsenten Typographie daneben sollte sich noch deutlicher im Layout der Website widerspiegeln, in dessen Kontext das Logo auch hauptsächlich gedacht ist.

Die Projektbeschreibung und das persönliche Gespräch mit Stefanie offenbarten zwei Widersprüche in der Situation der Jugendlichen im Land: Sie sind einerseits voller Hoffnung und Träume für die eigene Zukunft, und zur gleichen Zeit durch die wirtschaftliche und demografische Lage im Land oftmals gewillt, das Weite zu suchen oder, wenn sie hierbleiben, keine allzu großen Erwartungen an die Zukunft zu stellen. Viele Jugendliche verlassen in Ermangelung eines guten und vor allem gut bezahlten Ausbildungsplatzes das Land und gehen oft nach Berlin oder Hamburg, was nach sich zieht, dass die wenigen, die bleiben möchten, zumeist auch verschwinden. Der zweite Gegensatz findet sich in eben dieser Lage und dem Umstand, dass viele Menschen ob der schönen Natur an und nahe der Ostsee herkommen, um Urlaub zu machen und hier ihre schöne Zeit im Jahr zu verbringen. Genau dort setzt das Projekt an, seine Fragen an die Jugendlichen zu stellen, und das sollte im Layout der Website als Leitmotiv auftreten.

Modern vs. ländlich

Ansicht des Headers der Homepage zu Me and my dreams

Header-Ansicht des Webdesigns

Der Wunsch der Projektleiterin war vorrangig eine “moderne”, jugendliche Website, die also die im Projekt angesprochene Zielgruppe (ca. 16-20 Jahre) ansprechen sollte. Für mich war damit der Ansatz nicht getan, ich wollte diese Gegensätze in der Aufgabenstellung des Projektes gern auch in das Layout tragen. Die Farbwahl bereitete mir ausgesprochene Freude. Als dominante Farbe wählte ich ein Blau nahe dem Türkis, noch einen Tick zu schwach, um aufdringlich zu sein, dazu ein in seiner Massivität ähnliches Rot, das eine nicht zu verleugnende Neigung zum Pink hat. Kleine Details bekamen ein sehr sattes, sonniges Gelb. Neutrale Grundlage bietet ein simples Hell- und Dunkelgrau.

Mir schwebte zum Transport der Ambivalenz der Situation der Jugendlichen eine Bildsprache vor, die mich bei der Arbeit an diesem Webdesign vom Konzept stark an die Gestaltung von Martin Reinfeldts Website erinnert hat. Kontrast zur sehr drastischen und modernen Farbwahl sollte ein geheimnisvoll leuchtendes und gleichzeitig nicht zu euphorisch oder malerisch wirkendes Bild der ostseenahen Natur werden, das ich ausführlich suchte und schließlich in den Tiefen von pixelio fand. Das Bild hatte durch das Gegenlicht der Sonne über der Ostsee und die kargen Küstenbäume bereits viel von der Energie, die ich mir für die Visualisierung des Projektes wünschte. Durch Farbanpassungen und Veränderung der Beleuchtung konnte ich diesen Charakter noch intensivieren und stärker herausholen.

Perspektiven und Brüche

Beim Scribbeln von Entwürfen stolperte ich dann irgendwann über das Mittel der Perspektive, des Schnittes in der Wahrnehmung. Die genannten Widersprüche sind Perspektiven und Ansätze der selben Sache. Das brachte mich auf die Idee, den Schrägstrich und die Teilung als tragendes Element für das Layout zu verwenden. Zur magischen Wirkung des intensivierten Bildes im Header kam nun die Zersplitterung in zwei Ausschnitte, die in der Mitte mit einem Schnitt hart aneinandergrenzen (wie das bereits in Bild und Typo das Logo selbst tat). Auf den Bildern des Rahmenlayouts liegt eine in der Richtung entgegengesetzte Streifentextur, die sich dann auch im stark entsättigten Hintergrundbild (dasselbe Motiv) neben dem Content am Rande des Layouts wiederfindet. Auf den fast mystischen Headerbildern thront schließlich, als einziges Element mit einem Schlagschatten, im strahlenden Grünblau das Logo.

Aussschnitt aus Webseite Me and my dreamsDie Form des Schrägstriches, einem Für-Wider bzw. Vorher-Nachher, findet sich im Layout immer wieder: Im Navigationsmenü, in den Informationen zu Kategorie und Kommentaren, als Trenner bei den Schlagworten, als Schmuckelement bei den Überschriften der Seitenleistenelementen. Die Kargheit der Landschaft spiegelt sich dann auch in den Formen wider: Schaltflächen, Bereiche etc. sind mit klaren Kanten abgegrenzt, auf Schlagschatten, Texturen und Farbverläufe habe ich hier bewusst verzichtet.

Die ersten Interviews sind nun bereits online und eine Intensivwoche um Pfingsten angesetzt. Ich bin gespannt auf die weiteren Beiträge, die Workshops und natürlich das Ziel des Projektes, den Kurzfilm von und mit den Jugendlichen. Wie werden sie sich und ihre Träume für ihre Zukunft sehen und in einem Film bannen?

Weblink: Me and my dreams

Me and my dreams

Filed under: Webdesign — Eno Thiemann @ 00:42

Das STiC-er Theater in Stralsund initiierte und betreut das Projekt “Me and my dreams” – eine Abenteuerreise von und für Jugendliche im Alter von 15 bis 20 aus Mecklenburg-Vorpommern. Ziel des Projektes ist es zu ergründen, welche Wünsche und Träume Jugendliche im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern haben und wie sich die wirtschaftliche Lage und die hohe Abwanderrate auf die Motivation und Einstellung dieser Jugendlichen auswirkt. Verfolgen sie noch Träume, möchten sie sich verwirklichen? Können sie das überhaupt vor Ort, ohne in Großstädte auswandern zu müssen?

Ich wurde mit der Gestaltung eines einfachen Logos und, im Vordergrund, der Website beauftragt. Inhalt der Website ist eine intensive Dokumentation der Arbeit am und im Projekt, die Werbung von Teilnehmern und Interessenten und nicht zuletzt natürlich die Präsentation des finalen Kurzfilmes. Bis dahin ist es allerdings, durch Intensivwochen, Interviews, Workshops und alle Produktionsschritte, noch ein weiter, spannender Weg.

Für mich lag im Prozess der Gestaltung von Logo und Website im Vordergrund, diesen Gegensatz zwischen (möglichen) Wünschen und Sehnsüchten der Jugendlichen und der tatsächlichen Situation im Land auch im Design aufzubringen. Es sollte modern sein, die Altersgruppe ansprechen, und gleichzeitig legte ich Wert darauf, einen regionalen Bezug herzustellen, der auch die streckenweise Trostlosigkeit des Landes darstellt. Dem gegenüber steht auch der Umstand, dass viele Menschen unser Bundesland in ihrem Urlaub besuchen und ganz anderes Erleben und eine andere Wahrnehmung auf unser Bundesland haben.

Mehr erfahren Sie auch im Blog in einer kleinen Dokumentation zum Projekt.

physalis auf der 10. SUPA 2013

Filed under: Neues — Schlagwörter: , , , , , , , — Eno Thiemann @ 23:01

Heute ist es soweit, ich werde, zusammen mit  meiner reizenden und gleichsam tüchtigen Praktikantin Franzi, erstmalig eine so genannte “Firmenkontaktmesse” namens SUPA (das kann bei dem Namen ja nur gutgehen!) besuchen. Zufällig haben wir für diese im vergangenen Vierteljahr die Gestaltung des Corporate Designs mal eben übernommen.

Dort wird man uns von 13 bis 17 Uhr heute (25.04.) auf dem Gelände der Fachhochschule Stralsund, genauer gesagt im Haus 4 am Stand 3a, zu Schwatz, Späßen und überaus ernsten Gesprächen antreffen können. Auch wenn ich derzeit keine Ausbildungsplätze oder Festanstellungen anbieten kann, möchte ich doch die passende Gelegenheit nutzen, mit Absolventen, Studenten, Unternehmern, der Fachhochschule und natürlich auch ganz normalen Menschen 😉 in Kontakt zu treten. Wenn alles gutgeht, wird es sogar ein wenig fruchtige Wegzehrung und dazu ein Postkärtchen zum Mitnehmen geben. Aber nur, wenn es wirklich gutgeht!

Wie Sie hinkommen, wer außer physalis. außerdem noch dabei ist und was man sonst noch über die 10. Stralsunder Unternehmens-, Praktikanten- und Absolventenbörse in Erfahrung bringen könnte, sagt Ihnen die Website zur SUPA. Bis nachher!

Intercults

Filed under: Webdesign — Eno Thiemann @ 23:56

Ich habe immer ein wenig bereut, selbst seit meinem Schulabschluss nicht für ein Praktikum oder ein Auslandssemester länger in einem fremden Land gewesen zu sein – oder für freiwillige Arbeit. Das junge vorpommersche Unternehmen Intercults bietet seit kurzem jungen wie auch älteren Menschen die Gelegenheit, Costa Rica in Projekten via Freiwilligenarbeit, Praktika, Sprachschulbesuchen oder Gastfamilienaufenthalten näher kennenzulernen. Das besondere an den beiden Unternehmern ist, dass sie zur Hälfte selbst Costaricaner und zur anderen Hälfte bereits Erfahrungen mit eigener Freiwilligenarbeit in Costa Rica haben.

Die beiden Betreiber wünschten sich eine lebendige, freundliche Website, die die Lebensfreude und den Spaß an der Freiwilligenarbeit und am Land Costa Rica übertragen kann. Mit einem überwältigendem Fotoarchiv boten sie mir eine gute Grundlage, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, und trotz meines ausbleibenden längeren Aufenthaltes im (lateinamerikanischen) Ausland inspirierten mich die Bilder und die Begeisterung der beiden zu einem neugierigmachenden, offenen Webdesign, bei dem ganz klar die Bilder im Vordergrund stehen. In (hauptsächlich) blau, grün und orange finden sich auf der Homepage und den Folgeseiten nun aktuelle Neuigkeiten, Informationen zu den einzelnen Projekte, Hinweise zu Voraussetzungen und häufigen Fragen sowie die Möglichkeit, sich direkt für ein Projekt anzumelden. Und damit die Benutzer von mobilen Endgeräten nicht ausgeschlossen sind, gibt es auch für diese eine angepasste Version (Responsive Webdesign), die zudem dank Adaptive Images auch freundlich zu Mobilfunkinternetabhängigen ist.